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  • Ulli

Denkanstöße zum Jahresausklang

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Viele Menschen schauen zurück und fragen sich: was hat es mir gebracht? Was war gut, was möchte ich behalten, was möchte ich im neuen Jahr besser machen und was hat mir gar nicht gefallen und sollte daher auf gar keinen Fall mit ins neue Jahr genommen werden? Und um ganz sicher zu gehen, dass diese unerwünschten Dinge auch wirklich im „alten“ Jahr bleiben, gibt es die Tradition, sie mit viel Geknalle zu vertreiben. Ich möchte diese Tradition gar nicht bewerten, aber ich frage mich – woher wissen die Böller, was gut war und was nicht? Und woher weiß das Universum, dass auf dem Papier ein neues Jahr begonnen hat und deshalb ab dem ersten Januar alles anders wird?


Sind wir mal ehrlich – die Zeit ist eine Illusion, die nur in unserem Kopf existiert. Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft ein leeres Blatt. Das einzige, was real ist, ist die Gegenwart und speziell der aktuelle Moment, der in der nächsten Sekunde schon wieder vorbei ist. Viele Krankheiten entstehen, weil wir uns für Dinge verurteilen, die wir in der Vergangenheit getan haben oder uns Sorgen über eine Zukunft machen, die noch nicht eingetreten ist. Aber all das ist nur ein Produkt unserer Gedanken.


Alles, wirklich alles, was in der Vergangenheit passiert ist, hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind. Alle Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, haben wir aufgrund des Bewusstseins getroffen, das wir zu dem Zeitpunkt hatten. Im Nachhinein ist es natürlich leicht, dies zu bewerten oder zu verurteilen, weil wir uns in der Regel weiterentwickelt und unser Bewusstsein erweitert haben. Aber zum damaligen Zeitpunkt hätten wir nicht anders entscheiden können, weil wir gar nicht das Bewusstsein dafür hatten. Genauso wenig, wie wir uns dafür verurteilen würden, dass wir als zweijähriges Kind nicht schwimmen konnten, sollten wir uns dafür verurteilen, dass wir in der Vergangenheit bestimmte Entscheidungen getroffen haben, die uns aus heutiger Sicht falsch erscheinen.

Erst wenn wir alle Entscheidungen unserer Vergangenheit akzeptieren und integrieren, können wir unseren Frieden mit den Dingen machen, wie sie gerade sind. Denn alles, was Du heute in Deinem Leben vorfindest – von Deinem Gesundheitszustand bis zu Deinem Kontostand – ist das Produkt all Deiner Entscheidungen der Vergangenheit. Nichts, wirklich gar nichts, könnte heute anders sein als so, wie es gerade ist.


Auch die Zukunft ist ein Produkt unserer Gedanken. Natürlich kann es helfen, voller guter Vorsätze in eine Zukunft zu schauen, in der dann hoffentlich vieles besser wird. Und es ist auch von Vorteil, wenn man genau weiß, was man will, um seine Vorhaben dann in die Tat umzusetzen. Letztendlich ist die Zukunft jedoch ein unbeschriebenes Blatt. Niemand kann mit Sicherheit sagen, was morgen passieren wird. Wir haben alle eine Vorstellung davon, aber wirklich sicher sein kann niemand. Die Pandemie hat gezeigt, wie unerwartete Ereignisse uns aus der Bahn werfen. Was ich damit sagen will, ist: gestalte Dein Leben, plane schöne Ereignisse und tue alles, um die Dinge nach Deinen Wünschen umzusetzen. Aber sei Dir bewusst, dass das Leben immer wieder dazwischenkommt. Wenn Du dann akzeptieren kannst, dass die Dinge so sind, wie sie sind, und nicht wie Du sie gerne hättest, und trotzdem voller Zuversicht Deinen Weg gehst, anstatt die Flinte ins Korn zu werfen und Dich als Opfer des Lebens zu sehen, dann bist Du frei. Das gibt Dir Kraft, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen zu gestalten.


„Stell Dir vor, Du das Leben ist immer für Dich, anstatt dass es einfach nur so passiert.“

Das Leben wird Dir immer Situationen und Menschen präsentieren, die Dir zeigen, wo Du noch lernen darfst. Nimm diese Geschenke an, anstatt Dich dagegen zu wehren.

Werde zum Gestalter Deines Lebens und sieh jeden Tag als eine neue Chance, genau das zu tun, was Du gerne möchtest. Freue Dich über die Dinge, die Du bereits hast, anstatt Dich darüber zu ärgern, was Du nicht hast. Lass die Vergangenheit in Deinem Kopf zur Ruhe kommen. Höre auf, Dir Geschichten zu erzählen. Nur, weil es in der Vergangenheit aus Deiner Sicht „immer so war“, heißt nicht, dass es so weitergeht.


Stell Dir vor, Du könntest Dich plötzlich nicht mehr an Deine Vergangenheit erinnern – was das für Dich bedeuten würde: es gäbe keine chronischen Krankheiten mehr – alles, was Du fühlen würdest, wäre ein akutes Symptom irgendwo in Deinem Körper. Du würdest allen Menschen voller Offenheit und Neugier begegnen – wie einem Fremden im Zug – ohne die Last der Vergangenheit oder gar Groll mit Dir herumzuschleppen. Du würdest vom Suchenden zum Entdecker werden – wie ein Kind, was voller Neugier und ohne belastende Erinnerungen das Leben entdeckt. Du wärst mutig und hättest keine Angst vor Zurückweisung, die ja nur aufgrund Deiner Erfahrungen in der Vergangenheit in Deinem Kopf existiert. Kein limitierender Glaubenssatz würde Dich zurückhalten, Deine Träume in die Tat umzusetzen. Wäre das nicht fantastisch? Alles, was Dich davon abhält, Dein Leben so zu leben, wie Du es Dir in Deinen kühnsten Träumen vorstellst, beginnt in Deinem Kopf!



Damit hast Du es in der Hand, wie Du jeden Moment Deines Lebens gestaltest. Ob Neujahr oder nicht – Du bist der Schöpfer Deines Lebens und das Leben ist immer so, wie Du es aus Deiner Perspektive auf Grundlage Deiner Erfahrungen siehst. Ändere Deine Perspektive, und Dein Leben wird sich ändern. Die Dinge, auf die Du Deine Energie und Aufmerksamkeit richtest, werden sich verstärken – also fokussiere Dich auf Liebe, Respekt und Fülle, anstatt auf Mangel oder etwas, was Dir Angst macht.


Ich glaube fest daran, dass jede noch so kleine Entscheidung, die aus Liebe getroffen wird, die Welt ein kleines bisschen besser macht. Und wenn noch viel mehr Menschen daran glauben, dann können wir gemeinsam die Welt verändern.


Denke immer daran: das Leben liebt Dich und Du bist machtvoller, als Du denkst!


Happy New Year!

Alles Liebe,

Ulrike



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